Von le_directeur,
26.9.2007 um 16:01
Von le_directeur,
23.9.2007 um 01:00
Von tollkirsche,
22.9.2007 um 16:55
die honigschnittentheorie lässt sich auch auf helle, frisch gewaschene kleidung anwenden, die, vielleicht zum letzten mal, an der sonne zum trocknen gehängt wird. fieserweise suchen sich die bienen, mit dem drang sich zu erleichtern auf ihrer flugbahn immer die hellgelbsten neuanschaffungen aus, um diesem drang nachzugeben. zugegeben auf schwarz sieht man es einfach nicht. aber es ist immerhin seltsam, ist doch davon auszugehen, dass für bienen hellgelb so viel wie fressen bedeutet und heisst das nun sie scheissen drauf? oder sind sie vielleicht nach dem prüfen mit dem rüsselchen, so enttäuscht darüber, dass sich jersey nicht auslutschen lässt, dass sie dann aus rache...?
sicher ist, dass es ein sehr freier samstag ist, der solchen gedanklichen spielereien wieder einmal allen platz der welt lässt, untermalt mit ein paar vernünftigen, vordergründigen aktionen, wie waschen und wohnung säubern etc.
eigentlich bin ich aber einmal mehr einen schluck enttäuscht darüber, dass die menschen leicht angetrunken normalerweise um vieles mutiger sind als nüchtern. das finde ich wenigstens schade. das buch, das alkoholfreien mut als sehr wünschenswert erscheinen lässt, ist von a.l. kennedy geschrieben, heisst paradies und ist etwas vom grandiosesten, bedrängensten, schonungslosesten was ich je entziffert habe.
Von le_directeur,
19.9.2007 um 19:20
v.o.n.u. Himmel. Dach. Fassade. Blender.
Von le_directeur,
18.9.2007 um 04:41
Eine Stunde. Vor Berlin. Das Festlein. Wunderzart. Vom vergangenen Samstag. Wirkt nach. Während wir die Vierzigtönnerparade abnehmen.
Von tollkirsche,
16.9.2007 um 12:48
ich glaube, ich habe meine latente, kleine spinnenfurcht wegtherapiert, mehr so als nebeneffekt noch dazu. kreischend bin ich zwar nie rumgezappelt beim anblick der mehrbeiner aber so richtig schnusig fand ich sie auch nicht und eigentlich find ich tierisch meistens wenigstens interessant. sie haben mich also immer eher etwas gegraust. und nun lauf ich doch nach einer sitzung knochenkunde an einem grossen exemplar der kreuzrücken vorbei und habe den blitzgedanken das viech etwas am bauch zu kraulen. weil sie dann ja auch so süss in der mitte ihres netzes hangen und eben diesen weichen bauch einem so zustrecken. gut, es war nur ein blitzgedanken, meilenweit entfernt von handlung. aber heute lieg ich auf dem bett und da geht sehr nah an meinem kopf eines der wirklich unhübschen exemplare vorbei. hauswinkel heissen sie wohl. bis jetzt waren das die deklarierten no-gos. sogar eine vogelspinne fand ich angenehmer als diese schnellfüssigen-fetten-borsten-kreaturen. in einer seelenruhe steh ich auf und setze an zur evakuation mit der glas-papier-technik. nur ist sie dann unter mein bett gezügelt. und da lass ich sie jetzt. wenn es ihr da gefällt - bitte. ich setz mich einfach viel lieber auf sonnenbeschienene fensterbänke als mich in staubigen, dunklen ecken zu verkriechen. seltsam sind sie schon.
Von tollkirsche,
12.9.2007 um 19:34
nächte, auch dienstags nächte können in verrauchten konzertlokalen verbracht werden. enthusiastisch schwärmen und die, die einem freude durch klänge machen, die freude durch gesten, worte, tanzbewegungen spiegeln. schokoladenmikado auf plattenhüllen spielen, während auf den ersten zug gewartet wird. viele geschenke bekommen, einfach so. schöne musik. lauter schöne musik. sich ein wenig seltsam fühlen und sich wundern warum mit ein paar menschen der austausch so simpel einfach ist und sonst meistens eher etwas gezwungen unsicher. leichtes sein ohne schwitzhändchen. bis in den morgen.
Von tollkirsche,
09.9.2007 um 14:14
zurück. melancholische kühle hier. anderswo sein und sanft gewaschen werden. ganz anders aussehen, so wie man sich fühlt - weich, zufrieden, klar. das ist hier nie so. ob es tatsächlich orte gibt, die einem das geben. das ende der welt in diesem fall. danach kommt nur noch atlantik. die luft in eine box einfangen wollen, damit sie mitgenommen werden kann. das lied dazu eben boa sorte: viel glück.
kaum gelandet, die sterile stille umfängt einem wieder. auch das wertschätzen. der alltag entzaubert alles, wohl auch das ende der welt. wie auch immer; dort zu sein macht tatsächlich glücklich, sehnsüchtig, so dass es manchmal fast nicht auszuhalten war. das herz wild gegen die rippen schlägt, die tränen und das lachen zuoberst in der kehle, einfach nur weil gerade die lavendelfarbene luft über den glänzenden, fettblättrigen sträuchern schwebt, dahinter das wasser bleifarben glitzert, zähflüssig, der hund träg auf der seite liegt und sich das salz in den häärchen an den armen zu kristallen verfestigt.
Von le_directeur,
08.9.2007 um 14:15
Dieses gekrümmte Männlein. Links. Herr Herbert.
König Kaiser des Samplings.
Kaufen Sie
seine Platten. Verdammt.
Von le_directeur,
08.9.2007 um 09:19
Seinerzeit. Als Wenig und ich
in karitativer Weise als gut bezahlte Nachtwachen für die Notschlafstelle tätig waren. Breitete sich in unserer Stadt gerade die Drogenszene aus. Mehrfach von prominenteren Standorten vertrieben. Liess sie sich schliesslich in einem Garten unmittelbar neben der Notschlafstelle nieder. Zu unserem Leidwesen. Ein Bazar der Absonderlichkeiten. Eine unendliche Cocktailparty. Man verabreichte sich einfach alles. Was halbwegs einen Rausch versprach. Intravenös. Einmal pro Nacht brüllte der ganzen Garten zetermordio «OD! OD!» und Wengi und ich. Rückten mit einer Taschenlampe und einem Ambubeutel aus. So eine Atemlähmung macht einen unvorteilhaften Teint. Jedenfalls haben Wengi und ich eine gute Geschichte zur Hand. Gelangt das Gespräch in einer geselligen Runde beim Thema Nachtschicht an. Es ist verblüffend einfach. Mit ein paar Beatmungsstössen. Das Dunkelviolett aus einem verzerrten Gesicht zu vertreiben. Gestern Abend. Wir liessen wie gewohnt den Krankenpflegern und Hotelportiers den Vortritt. Dann jedoch. Verpasste Wengi seinen Einsatz. Wie sie die Seiten eines Buches umblätterte. Dieses professionelle. Vollständig automatisierte Ertasten der oberen Kante. Wie sie jedes Buch bereits kannte. Das uns neu vorkam. Wengi war ergriffen. Wie Sie darüber hinaus preis gab. Nicht kochen zu können. Beschloss Wengi. Seine Frau zu verlassen. Seither malt er sich in den schönsten Farben aus wie es sein wird. Die Buchhändlerin täglich zu bekochen. Und entwickelt einen Zehngänger nach dem anderen.
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