er
war eine herbe enttäuschung. langweilig und schon tausend mal ähnlich gehört. einer hatte wenigstens eine geschwinde zunge - aber sonst?
sowieso bin ich heute schlecht gelaunt. ich muss wieder einmal feststellen, dass ich eine soziale legasthenikerin bin. ich weiss beispielsweise nicht wann wen grüssen. versuch ich grundsätzlich nett zu sein, werde ich ignoriert, fahr ich mit geradem rücken velo, wird etwas von wegen arroganz hinterhergerufen. ich weiss kaum wie ein gespräche anfangen und erst recht nicht wie eines beenden. ist jemand anhänglich werd ich komisch, meldet sich jemand nicht wie erwartet, werd ich fies. bei leuten, die mich interessieren bin ich dermassen verkrampft und unlocker, wär ich ein ton, es wär ein hohes, unangenehmes quietschen - die zugbremse. niemand plaudert gerne damit.
andererseits vermisse ich meinen incognito-status, der nun wohl endgültig passé ist.
eine ganze menge leute scheinen wieder sehr viele dinge über mich zu wissen, meist dinge von denen nicht einmal ich eine ahnung habe. beispielsweise was ich will, was meine motivationen sind etc.. dies alles erinnert mich stark an eine andere kleine stadt. ich will sie kennen, will aber auch nicht - der wandelnde widerspruch.
ich habe sehr schlechte laune.
ok., ich muss vielleicht einfach mehr die dinge scheisse finden und das lauthals. weil es ruft in der sekunde des vorletzten punktsetzens ein schwuler kleiderliebhaber an und lädt ein zum essen und ins theater. das finde ich sehr, sehr cool. ob es tatsächlich einladungen aus purer sympathie gibt? ein froher gedanke!
ich habe bessere laune. sehr wahrscheinlich ist das wieder einmal furchtbar naiv.