Dem Leben sein gewohnter Gang

«Das Leben hier nimmt seinen gewohnten Gang. Das Aussergewöhnliche machen wir bekanntlich immer selber. Das Zwielicht beginnt zu schimmern. Wenigstens aus meiner Sicht. Treffe mich mit den Anderen jeweils Montags. Und fabriziere Objekte.»

Aus einer Zeit (Zur Information. Für Madame LL. Im März. Zehn Jahre nach der Wende. An ihrem Standort.). Aus einem nie versendeten Schreiben. An eine Madame. Namens Lolo. Heute mit einem Tiefseetaucher verheiratet. Nicht?

Die wenigen versandten Schreiben. Hatten Format A3. Eine gemittete Spalte. 8 Centimeter Breite. 9 Punkt. Futura.

einzige

ich bin ja hier im institut die einzige, die heute fiebern würde und dann habe ich doch den schritten auf dem tanzboden den vorzug gegeben gegenüber denen auf dem rasen. das tut mir jetzt schon fast etwas leid. vor allem weil die dummen organisatoren dieses mal den tv vom gelände verbannt haben und man jetzt nicht mehr doppelt den moves fröhnen kann. es ist doof. tanzen ist ja auch ganz genau das selbe wie fussball. ich habe jetzt ein radio und werde darum an der bar stehen cüpli ausschenken und meine ohren rot weiss anmalen - oder so.

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sommahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.

Marmottes in Okzitanien

Wenn Sie. So nah am Wasser gebaut sind. Publikum. Wie le_d. Und es Ihnen. An der Zeit scheint. Wieder einmal. Ob dem Bann einer Band. In sich hineinzuheulen. Gehen Sie morgen in dieses Konzert (click). Ein Chor. Perfekt austariert. Und seine prominente Unterstützung (click). Pur. Schön. Und stellenweise. Verteufelt schnell.

Diese Truppe versteht es sogar. Dieses Lied. Wie eine Stadt. Wunderhübsch. An einem Fluss. Immer so war. In erträglicher Form darzubieten.

Inkl. Andere. Speisen.

Inkl. Andere. Speisen.

Salat. Ist aus. Inkl. Andere Speisen. Dt ist schöner.

fu**

um himmels willen, lesen sie "im sommer des hasen" von adolf muschg. ich bin auf seite 22 und es haut mich von der fensterbank runter direkt hier hin vor lauter mitteilungsbedürfnis. bei luck habe ich ihn gefunden, wo er von einer mit meinem namen schrieb, der frau - irgendwie ein wenig gruselig, aber genau. den hasen hat er vor vierzig jahren gemacht und schon der anfang trifft alles dermassen, dass es einem den atem raubt.

Hören. Und. Sehen.

Mitteilung an Madame Luck. Und Interessierte. Falls Sie gerade nichts. Gehen Sie doch. Hier einen Blick. Werfen. Klingt. Sehr interessant. Via Homemade-Labor.

akryptisch

es sei dem sturer zu verschlüsselt, hört man sagen. nun denn also direkt raus.
gerade stört mich ein fetter, grosser pickel neben meinem rechten nasenflügel. er pocht da vor sich hin und ich meine ihn sogar beim gehen zu spüren, das extra gewicht in eiter, das da an meiner komplexion zieht. ärgerlich und sozialunverträglich. man hat ja dann immer das gefühl alle starren auf das dritte auge, das rotunterlaufene, rechts. fies auch dieser überraschungseffekt. mit pölsterchen und falten und grauen haaren kann man sich langsam anfreunden. ein pickel aber steht einfach von jetzt auf jetzt in der visage und noch fieser, er braucht immer doppelt so lange um zu verschwinden. seit teenagerjahren weiss man: finger weg, aber es ist diese halbparalysierte handbewegung in zeitlupe, bei der man sich immer wieder ertappt, dieser tastende, leicht kratzende finger.

konkreter alltag geht also so. banal, sich wiederholend und sehr, sehr unpoetisch. der hang zur kryptik sei also bitte entschuldigt und gestattet.

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Sturer: Zu unverständlich. Alles in allem.
le_d: ?
Sturer: Das mit Frau Krapf. Zum Beispiel.
le_d: Das ist ein Email-Interview. Mit einer Bandchefin.
Sturer: Aha.

zu hause?

oder einfach zurück? immer diese elenden umgewöhnungsphasen. die wechsel vom einen ins andere nicht ganz auf die reihe kriegen. etwas bleibt immer hängen. sich anders fühlen, lustiger oder lebendiger. ist die schweiz eigentlich dornröschenschlafend oder nur etwas ruhiger und gesetzter?
es kommen tänzer und musiker und sommer als nächstes, da bin ich froh.
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